Da bin ich wieder

Hello. It’s me.

Nein, Spaß beiseite. Reichlich 1 Jahr später bin ich wieder da. Projekt Vegansein gescheitert. Wobei „gescheitert“ vielleicht gar nicht das richtige Wort ist. Es war irgendwann einfach nur noch Druck da. Ich hatte so einen Stempel. Einen mir selbst aufgedrückten Stempel. Funfact: seit ich nicht mehr bewusst vegan bin, esse ich quasi zufällig trotzdem zu 90% vegan. Im Grunde sind meine Mittagsmahlzeiten immer vegan, nur früh oder abends gibts dann mal einen Joghurt oder ein Ei oder sowas.

Das ist nämlich so eine Sache mit dem Essen. Auch als Veganer funktioniert das mit dem Frustfressen prima. Und ich hatte Frust. Viel Frust. Und es gab Schokolade. Viel Schokolade. Ergebnis? So einige KIlos mehr. 8 um genau zu sein. Der Frust war irgendwann weg (weil ich ja dazu neige, nicht lange in Situationen zu bleiben, in denen ich mich nicht wohlfühle), die Kilos verschwinden dann leider nicht so schnell.

Aber, und das ist das zweite Aber: ich hab ja nun schon so einige Male zu- und wieder abgenommen. Mal gesund, mal gar nicht gesund. Was ich gelernt habe, nein, was ich wirklich verinnerlicht habe: die Kilos nimmst du ja auch nicht in 2 Wochen zu. Also warum erwartest du dann, dass du in 2 Wochen wieder voll die Topfigur hast? Eben. Es macht keinen Sinn.

Ich befinde mich nun jedenfalls (mal wieder) auf dem Abnehmweg. Diesmal aber in gesund. Ich kenne die Extreme, vor allem das nach unten. Und eins ist sicher: dort will ich nie, nie, nie (sagte ich schon nie?) wieder hin zurück. Was ich jetzt anders mache? Ich esse! Ja ich esse ganz normal. Nix Low Carb, nix Verbote, nix Dinner Canceling. Und das Beste: ich werd satt, es schmeckt und ich seh trotzdem Erfolge.

Und wenn man eine Weile wirklich gesund gegessen hat, dann bekommt man plötzlich Lust rauszugehen. Sich zu bewegen. Damit mein ich gar nicht unbedingt den Hardcore Sport, sondern einfach mal spazieren gehen, Yoga usw.

Es ist doch so: dank Social Media kannst du dir was weiß ich wieviele Fitnesseiten, Fitnessblogs und Instagram-Accounts ansehen. Und du vergleichst dich. Deine Portionen mit der Mini-Portion auf dem Foto, deine Beine erscheinen wie Elefantenschenkel, wenn du dir das Bikinibild der Anderen ansiehst. Aber was weißt du schon? Die Bilder gaukeln ein glückliches, entspanntes, ach so gesundes Leben vor. Vielleicht ist es aber alles gar nicht so entspannt und nett? Weil diese Person vielleicht den ganzen Tag nix anderes isst, als das eine Essen, das sie gepostet hat. Vielleicht macht sie auch jeden Tag 2h Sport, und zwar nicht weil es ihr Spaß macht.

Das alles weißt du nicht.

Besser ist also: anstatt immer nur auf die anderen zu schauen, vielleicht mal bei sich selbst anfangen. Würdest du eine Diät für immer durchhalten? Nein? Warum tust du es dann? Es ist nichts falsch daran, gesünder leben zu wollen, auch abnehmen muss nicht zwingend schlecht sein. Das Maß ist entscheidend. Du kannst bestimmt 5kg in 3 Wochen abnehmen. Aber was ist danach? Du wirst ja irgendwann mal wieder normal leben und essen wollen. Warum also nicht die 5kg in 10 Wochen abnehmen? Wer hetzt dich denn?

Aus eigener Erfahrung weiß ich: dieses radikale Essverhalten hält man a) nicht auf Dauer durch und b) macht es einen auch nicht glücklicher. Also nimm vielleicht mal den Fuß vom Gas. Und ums altklug abzurunden:

Was lange währt, wird endlich gut.
Steter Tropfen höhlt den Stein.

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